Zebra-Rennschnecke (Vittina coromandeliana)

Zebra Rennschnecke Vittina Coromandeliana
Zebra Rennschnecke (Vittina Coromandeliana) auf einer Anubia.

Die Zebra-Rennschnecke, auch Vittina coromandeliana genannt, gehört der Familie der Kahnschnecken an und stammt aus der Gattung Vittina. Teilweise ist die Zebrarennschnecke auch unter den lateinischen Bezeichnungen Neritina ziczac oder Neritina natalensis bekannt.

Sie wird ungefähr 2 Zentimeter lang und kann 3 bis 4 Jahre alt werden, teilweise auch mehr. Ihr glattes und ovales Schneckenhaus macht den Eindruck, als würde es nur aus einer großen Windung am Ende bestehen. Es bedeckt das Weichtier fast komplett, sodass dieses sehr gut gegen Feinde geschützt ist. Auch bietet das Schneckenhaus einen idealen Schutz gegen die in dem natürlichen Lebensraum vorkommende starke Strömung.

Auffällig ist der weiße bis gelbe Deckel, der mit einem roten Rand verziert ist. Bei Bedarf kann das Schneckenhaus sogar verschlossen werden. Dieses ist zum Großteil braun bis orange mit schwarzen länglichen Streifen versehen. Von Tier zu Tier kann die Breite dieser Längsstreifen jedoch variieren. So kann es sein, dass sie bei einer Schnecke sehr schmal, bei einer anderen hingegen sehr breit, sind. In einigen Fällen sind sie sogar gezackt und verlaufen daher nicht gleichmäßig. Der Körper der Zebra Rennschnecke ist dunkel, teilweise mit weißen Flecken. Die Sohle des sehr muskulösen Schneckenfußes ist grau.

Hinweis: Zebra-Rennschnecken sind, wie alle Rennschnecken, in Gefangenschaft bisher nicht nachgezüchtet worden. Die im Handel angebotenen Rennschnecken sind daher allesamt Wildfänge.

Vorkommen und Habitat

Die Zebra Rennschnecke kommt in freier Wildbahn vor allem in Südostasien, insbesondere in Thailand, Sumatra, Malaysia und Indonesien vor. Sie mag schnell fließende Gewässer, in denen stets eine ausreichende Wasserbewegung vorhanden ist. Auch sehr häufig ist die Zebra Rennschnecke in der sogenannten Gezeitenzone und den dort angrenzenden Süßgewässern zu finden. Das Wasser sollte einen pH-Wert von 6,5 – 8 aufweisen, damit die Schnecke ideal leben kann.

Haltung und Pflege

Zebrarennschnecke
Zebrarennschnecke sind Aufwuchs- und Algenfresser (klicken zum Vergrößern)

Die Zebra Rennschnecke hat ein sehr massives Schneckenhaus und benötigt daher hartes Wasser. Wird sie in einem Weichwasseraquarum gehalten, kann das Schneckenhaus brüchig werden. In der Natur fühlt sie sich vor allem in warmen Regionen (22 °C bis 27 °C) wohl. Die Tropenbewohner atmen hauptsächlich mit ihren Kiemen. Daher sollte das Wasser im Aquarium unbelastet und vor allem auch sauerstoffreich sein. Sehr nützlich können einige Algen oder Mulmecken sein, in denen sich die Tiere ihre Nahrung suchen können. Die Zebra Rennschnecke ist in der Regel ein unkomplizierter Aquariumbewohner.

Sie kann mit fast allen anderen friedlichen Lebewesen vergesellschaftet werden, wie zum Beispiel mit Garnelen, Guppys oder Neons. Eigentlich sind sie allen anderen Mitbewohnern sehr freundlich gesinnt und daher auch harmlos. Denn sie sind die meiste Zeit damit beschäftigt, Nahrung zu finden. Sie sollten jedoch nicht in ein Becken gegeben werden, in denen sich Schneckenfresser wie Cichliden, Raubschnecken oder sehr große Schmerlen befinden.

Rennschnecken stehen im Ruf auch mal das Becken zu verlassen und die große Freiheit zu suchen. Leider endet dieser Freiheitsdrang meist nicht gut. In offenen Aquarien sollte daher eine Scheibe den Fluchtversuch unterbinden.

Nahrung und Füttern

Zebra Rennschnecken sind sehr fleißig und immer auf der Suche nach Nahrung. Sie fressen vor allem Algen und Aufwuchs. Es gibt auch Berichte, dass Zebrarennschnecken an Obst, Gemüse und Aquariumfutter gehen, allerdings wird primär Aufwuchs gefressen. In neu eingerichteten Becken ist teilweise zu wenig Aufwuchs vorhanden, so das die Schnecken verhungern können. Das ist auch mit ein Grund warum in Aquaristikgeschäften und -Abteilungen so viele tote Rennschnecken in den nur spärlich eingerichteten Verkaufsbecken zu finden sind. Diese sind nach der langen Reise aus ihrer Heimat geschwächt und verhungern dann, da sie anderes Futter nicht annehmen.

Ist in einem Becken nur ungenügend Aufwuchs auf Scheiben und Pflanzen vorhanden, können selbst hergestellte Algensteine zur Fütterung angereicht werden. Dazu wird eine Paste aus Spirulina angerührt und auf einem Stein aufgetragen. Dieser wird dann trocknen gelassen und ins Becken gegeben. In der Regel weiden Rennschnecken diese Steine dann ab.

Vermehrung und Zucht

Bislang ist noch keine Nachzucht von Zebra-Rennschnecken im Aquarium gelungen. Der Grund ist, dass der Nachwuchs  noch im Larvenstadium ins Meerwasser oder Brackwasser zieht und dort aufwächst. Dort entwickeln sich die Larven dann Schritt für Schritt zu den kleinen Schnecken. Hierbei befinden sie sich auf der Rückreise zu der Gezeitenzone und den angrenzenden Fließgewässern.

Zebrarennschnecken sind getrenntgeschlechtlich. Und obwohl die Fortpflanzung in einem reinen Süßwasseraquarium nicht funktioniert, legt das Weibchen zahlreiche kleine weiße Eier auf Einrichtungsgegenständen, Scheiben und anderen Schnecken ab. Diese verschwinden allerdings nach einiger Zeit.

Alles auf einen Blick


Deutscher Name:Zebra-Rennschnecke
Lateinischer Name:Vittina coromandeliana
weitere Bezeichnungen:Neritina ziczac
Neritina natalensis
Familie:Kahnschnecken (Neritidae)
Herkunft:Südostasien
Lebenserwartung:bis 4 Jahre
Schwierigkeitsgrad:Anfänger
Größe:bis 3 cm
Nachzucht:in Süßwasser nicht möglich
Beckenbereich:ganzes Becken
Minimale Aquarium-Größe:12 Liter (30x20x20 cm)
Wassertemperatur:20 - 30 °C
pH-Wert:6,5 - 8,0
Gesamthärte:bis 20 °dH
Karbonathärte:bis 12 °dH
Nahrung:Aufwuchs und Algen


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